Das Werkzeug macht die Form


Technologie . Effektive Variationen für die axiale Rohrumformung

Das Werkzeug macht die Form

„Bei der Rohrumformtechnik ist die Maschine nicht so wichtig.“ Das gerade wir das sagen wundert Sie? Wir geben zu, die Maschine ist bei diesem speziellen Thema natürlich die technische Voraussetzung. Man könnte auch sagen, sie ist die starke Basis für die Umsetzung des Prozesses. Macher und effizienter Treiber bei der Rohrumformung ist aber vor allem die Werkzeugtechnik.

Je nach Anforderung fällt die passende Lösung ganz unterschiedlich aus. Das kann die transfluid®-Stauchtechnik sein, mit einer Leistung von 98 kN, 147 kN oder 196 kN Stauchkraft. Das kann auch unsere Rolliertechnik sein, mit der es möglich ist, Formen werkzeugunabhängig herzustellen. Auch Kombinationsmaschinen, die das axiale Stauchen und das rollierende Umformen in einer Rohraufspannung abbilden können, sind unter Umständen sinnvoll. Ausschlaggebend für optimale Ergebnisse ist es in jedem Fall, dass die eingesetzten Werkzeuge über den Prozess die Formgebung jedes einzelnen Produktes sicherstellen. Dieser Zusammenhang steht seit jeher im technischen Fokus bei transfluid® – mit einer intensiven

Werkzeugentwicklung für unsere Kunden. Dazu gehören Herstellbarkeitsanalysen, die eventuelle Musterfertigung und auch das Prototyping. Zum spannenden Thema der Werkzeugtechnik möchten wir in dieser Ausgabe auf spezielle Werkzeugkonzepte für die axiale Umformung eingehen, die sich den unterschiedlichen Herausforderungen anpassen.

Geometrie auch innen stützen

So arbeiten wir beispielsweise, wenn es die Taktzeit erlaubt, bei sogenannten Schlauchanschlüssen meist mit einer Zwischenspanneinheit. Sie ermöglicht es, die gesamte Geometrie auch innen zu stützen. Damit vermeidet diese Technik, dass Rohre an sensiblen Stellen nach innen einknicken.

Kratzerfrei mit pneumatischer Zuhaltung

Mehrfachstauchungen, die nach dem obigen Verfahren nicht hergestellt werden können, fertigen wir einstufig mit „Backenschiebewerkzeugen“. Eine Besonderheit dabei ist, dass wir diese Werkzeuge mit einer gesteuerten inneren pneumatischen Zuhaltung ausstatten. Hierdurch ist sichergestellt, dass keine Kratzer an der Geometrie entstehen, wenn sich die Spannbacken nach der Umformung öffnen. Außerdem kann hierdurch immer die Position der Schiebeelemente erkannt werden.

Kein Kaltverschweissen zwischen Werkzeug und Werkstoff

Eine weitere werkzeugtechnische Besonderheit sind Stauchwerkzeuge, die sich beim Vorfahren und beim Zurückfahren der Umformstufe öffnen. Sie vermeiden, dass es bei längeren Hüben zu Berührungen zwischen Werkstoff und Werkzeug kommt. Ein Kaltverschweissen zwischen Werkzeug und Werkstoff ist so ausgeschlossen. Die Werkstoff­oberfläche bleibt auf jeden Fall absolut unbeschädigt. Mit dieser Technik können auch Mehrfachsicken in Verbindung mit einem Zwischenspanner hergestellt werden.

Sie fanden das Thema interessant?
Dann sollten Sie auch unsere nächste t time(s) nicht verpassen. Die Werkzeugtechnik rund um unsere Rolliermaschinen ist Thema und es wird beispielsweise um das Rollieren von Gewinden mit universellen Werkzeugen gehen. Außerdem erläutern wir für Sie das Aushalsen von Abgängen, die Oberflächenverbesserung bei rotationssymmetrischen Dichtköpfen mit flexiblen Werkzeugen und das CNC-Rollen mit einem Werkzeug für viele Konturen.
Es bleibt also weiter spannend.