Saubere Trennung


Technologie . Rohre wirtschaftlich spanlos trennen

Einfach machen. Das dachten wir uns vor mehr als fünf Jahren im doppelten Sinn. Daraus haben wir eine Lösung entwickelt, die Prozesse
deutlich einfacher macht.

Was damals aus einer scheinbar simplen Idee entstand, ist inzwischen Schlüssel effektiver Komplettlösungen für Fertigungsabläufe. Denn unser Verfahren der span­losen Rohrtrennung ermöglicht eine unmittelbare Weiterverarbeitung der Werkstücke. Fokus unserer kontinuierlichen Entwicklung ist darüber hinaus die Trennung dickerwandiger Rohre. So entstand: t cut. Vielseitig und spannend genug, um hier ins technische Detail zu gehen.

Gute Gründe für die spanlose Trennung

Verschmutzung kann bei einer Serienfertigung extreme Probleme bereiten. Im schlimmsten Fall tauchen Späne plötzlich dann wieder auf, wenn die Rohre bereits im System verbaut sind. Kommt man hier doch noch glimpflich davon, führen sie nur zu Störungen. Ansonsten ist die Zerstörung kompletter Anlagenbauteile die mögliche Folge. Dies macht deutlich, welche Vorteile das spanlose Trennverfahren schafft. Gerade auch deshalb, weil es in unterschiedlichsten Ausstattungsvarianten für individuelle Anforderungen einsetzbar ist.

Sicher vom Coil

Bei der Trennung vom Coil werden die Rohre präzise gerichtet, auf Beschädigungen geprüft und der orbi­talen Trennanlage zugeführt. Entweder arbeitet man hierbei mit zwei Coils, die miteinander verbunden sind, um Rüstzeiten zu sparen. Oder man verwendet die Einzugs­hilfe der Anlage, die eine schnelle und sichere Einfädelung eines neuen Coils ermöglicht.

Stange ohne Reststück

Die Zuführung beim Trennen von Rohrstangen erfolgt über ein Magazin und eine Vereinzelung. Zusätzlich materialsparend ist hier die wählbare Schnittoptimierung unserer Anlage. Sie stellt sicher, dass z.B. eine 6 Meter lange Stange ideal ohne Reststück getrennt wird. Die Positionierung des Schnittmaterials erfolgt über einen Zangenvorschub. Dieser wird servoelektrisch angetrieben. Trenntoleranzen liegen bei Zuführung von 1 Meter bei +/- 0,1 mm.

Präzise abgestimmt

Der Trennvorgang selbst erfolgt über ein orbitales Schneidrad. Der große Vorteil unserer Anlagen ist, dass dieses Schneidrad kontrolliert mechanisch zugestellt wird. So können wir den Trennvorgang äußerst präzise auf die zu trennende Wandstärke abstimmen. Während des Trennvorgangs wird der Schnittbereich gezielt geöffnet. Damit ist sichergestellt, dass die Trennrollen nicht im Schnittspalt einklemmen. Die Trennung des Rohres erfolgt genau in dem Moment, wenn die optimale Trenntiefe erreicht ist. Dies gewährleistet die nur minimale Einschnürung des Rohres. Eine spezielle Vorrichtung garantiert außerdem, dass die Rohre im Außenbereich kontinuierlich kalibriert werden. Selbstverständlich verwenden wir in unseren Anlagen Messer, die optimal auf die jeweiligen Materialien abgestimmt sind. Das schafft eine lange Lebensdauer der Trennmesser. Trennleistungen von 40-50.000 Schnitten sind selbst bei geschweißten Rohren möglich. Die Trennzeit liegt je nach Rohrlänge bei 2 bis 3 Sekunden.

Groß / Klein

Trennen im Standard ist mit den Parametern 6-30 x 3 mm (Edelstahl) umsetzbar. In einer speziellen Ausstattung kann unsere Technologie auch erheblich kleinere Rohre trennen. Eine zweite Maschinengröße trennt Rohre bis 76 mm Außendurchmesser. Die kürzeste Trennlänge mit Reißen beträgt etwa
30 mm, ohne den Reißvorgang ca. 10 mm. In der besten Zykluszeit läuft die Maschine bei Trennlängen zwischen 55 mm und 1.000 mm.

Nach dem Trennvorgang können die getrennten Rohre gezielt ausgeschleust werden. Hierzu stehen bis zu 10 Stationen zur Verfügung. Dort werden die unterschiedlichen Längen abgelegt. Die extrem hohe Ausbringung unserer Trennanlage macht dies notwendig. Sie ermöglicht, dass hierüber mehrere nachfolgende Bearbeitungsprozesse bedient werden können. Ein spezielles Softwareprogramm steuert die Zuschnittoptimierung, sorgt für minimalen Verschnitt und spart so Material.

Rohre wirtschaftlich spanlos trennen